Subnetz-Rechner: IP-Netzwerke online berechnen

IPv4 · CIDR · Hostbereich

Subnetz Rechner für IPv4-Netze

Geben Sie eine IPv4-Adresse und Präfixlänge ein. Der Rechner ermittelt Netzadresse, Broadcast, Subnetzmaske, Wildcard-Maske, Adresszahl und nutzbaren Hostbereich einschließlich der Sonderfälle /31 und /32.

Adresse und CIDR-Präfix

Ermitteltes Netz

192.168.1.0/24

254 klassisch nutzbare Hostadressen im Subnetz.

Subnetzmaske255.255.255.0
Wildcard-Maske0.0.0.255
Netzadresse192.168.1.0
Broadcast192.168.1.255
erster Host192.168.1.1
letzter Host192.168.1.254
Adressen insgesamt256
Hostadressen nutzbar254

Binärdarstellung der Eingabe

11000000101010000000000110000010

Jedes Oktett besitzt acht Bits. Bei /24 gehören die ersten 24 Bits zum Netz und die letzten acht zum Hostteil. Die Netzadresse setzt alle Hostbits auf null, die Broadcastadresse setzt sie auf eins.

Was ein IPv4-Subnetz beschreibt

Eine IPv4-Adresse besteht aus 32 Bits und wird meist als vier Dezimalzahlen zwischen 0 und 255 geschrieben. Erst die Subnetzmaske beziehungsweise CIDR-Präfixlänge legt fest, welcher Teil das Netz und welcher Teil einen Anschluss innerhalb dieses Netzes kennzeichnet. Dieselbe Adresse kann daher je nach Präfix zu unterschiedlichen Netzen gehören.

Die Schreibweise 192.168.1.130/24 bedeutet, dass die ersten 24 Bits fest zum Netzpräfix gehören. Die übrigen acht Bits können innerhalb des Subnetzes variieren. Daraus entstehen 2⁸=256 Adressen von 192.168.1.0 bis 192.168.1.255.

In einem klassischen Mehrzugriffsnetz sind die erste Adresse als Netzkennung und die letzte als gerichteter Broadcast reserviert. Übrig bleiben 254 Hostadressen. Router, Clients, Server und andere Geräte benötigen zusätzlich eine sinnvolle Adressplanung und dürfen nicht dieselbe Adresse gleichzeitig verwenden.

CIDR statt alter Netzklassen

Classless Inter-Domain Routing beschreibt Präfixe unabhängig von den historischen Klassen A, B und C. Ein /20-Netz kann beispielsweise mitten in einem früheren Klassenbereich liegen. Moderne Routingtabellen, Firewallregeln und Cloudnetze verwenden CIDR, weil Adressblöcke damit bedarfsgerecht aufgeteilt und zusammengefasst werden können.

Die Präfixzahl gibt die Anzahl der gesetzten Maskenbits von links an. /0 enthält kein festes Netzbit und umfasst den gesamten IPv4-Adressraum. /32 fixiert alle Bits und beschreibt genau eine Adresse. Zwischenwerte müssen nicht an einer Oktettgrenze enden: /27 entspricht etwa 255.255.255.224.

Eine gültige Subnetzmaske besitzt zusammenhängende Einsen und danach nur Nullen. Masken wie 255.0.255.0 sind in der CIDR-Logik nicht zulässig. Da das Formular direkt die Präfixzahl verlangt, kann eine solche Lücke nicht entstehen.

Netzadresse berechnen

Die Netzadresse entsteht durch eine bitweise UND-Verknüpfung von IP-Adresse und Maske. Ein Bit bleibt nur dann eins, wenn es an derselben Position in beiden Operanden eins ist. Alle Hostbits werden durch die Nullen der Maske gelöscht.

Netzadresse = IPv4-Adresse AND Subnetzmaske

Bei 192.168.1.130/24 bleiben die ersten drei Oktette unverändert. Das letzte Maskenoktett ist null, sodass das letzte Adressoktett zu null wird. Das Ergebnis lautet 192.168.1.0. Bei /26 wäre die Maske 255.255.255.192; 130 liegt dann im Block 128 bis 191, und die Netzadresse wäre 192.168.1.128.

Eine Netzadresse wird in Routingtabellen als Zielpräfix verwendet. Sie ist keine beliebige „erste freie IP“. In klassischen Subnetzen darf sie keinem normalen Host zugewiesen werden.

Broadcast und Wildcard-Maske

Die Wildcard-Maske ist das bitweise Gegenstück der Subnetzmaske. Jedes Maskenbit wird umgedreht. Für 255.255.255.0 ergibt sich 0.0.0.255. Sie zeigt, welche Bits innerhalb des Netzes variieren dürfen und wird in manchen Access-Lists sowie Netzwerkwerkzeugen verwendet.

Für die gerichtete Broadcastadresse werden alle Hostbits auf eins gesetzt. Rechnerisch kann die Wildcard-Maske zur Netzadresse bitweise ODER-verknüpft werden. Im /24-Beispiel entsteht 192.168.1.255. Ein Paket an diese Adresse richtet sich grundsätzlich an alle Teilnehmer des lokalen Subnetzes, sofern Geräte und Sicherheitsregeln gerichtete Broadcasts zulassen.

Der globale Broadcast 255.255.255.255 und Multicast-Adressen erfüllen andere Zwecke. Der Rechner zeigt ausschließlich den aus dem eingegebenen Präfix abgeleiteten gerichteten Broadcast.

Adresszahl und nutzbare Hosts

Die Zahl aller Adressen ist 2 hoch der Anzahl der Hostbits. Bei /24 bleiben acht Hostbits, also 256 Adressen. Bei /28 bleiben vier Bits oder 16 Adressen. Ein klassisches Subnetz zieht zwei reservierte Adressen ab und bietet bei /28 daher 14 Hostplätze.

Gesamtadressen = 2^(32−Präfix). Klassische Hosts = Gesamtadressen−2.

Diese reine Obergrenze ist nicht gleich der empfohlenen Gerätezahl. DHCP-Reserve, Router, virtuelle IPs, Netzwerkgeräte, Wachstum und betriebliche Redundanz benötigen Platz. Außerdem begrenzen Broadcastverkehr oder Sicherheitsarchitektur die sinnvolle Segmentgröße.

Cloudanbieter können weitere Adressen eines Subnetzes reservieren. Verwenden Sie für AWS, Azure, Google Cloud oder andere Plattformen deren aktuelle Dokumentation, statt nur die klassische Zwei-Adressen-Regel abzuziehen.

Sonderfall /31

Ein /31-Präfix enthält genau zwei Adressen. Nach der traditionellen Regel bliebe nach Abzug von Netz und Broadcast kein Host übrig. RFC 3021 erlaubt jedoch die Verwendung beider Adressen auf IPv4-Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, bei denen es nur zwei Endpunkte und keinen Bedarf für eine gerichtete Broadcastadresse gibt.

Der Rechner zeigt bei /31 beide Endpunkte als nutzbar und verwendet die niedrigere als ersten sowie die höhere als letzten Host. Das bedeutet nicht, dass /31 in jedem LAN oder auf jedem Altgerät funktioniert. Router, Betriebssysteme und Konfiguration müssen die Punkt-zu-Punkt-Semantik unterstützen.

Für ein gewöhnliches Ethernetsegment mit mehreren Teilnehmern ist /31 nicht die richtige Wahl. Dokumentieren Sie den Linkzweck, damit die zwei Adressen nicht fälschlich als Netz- und Broadcastreserve behandelt werden.

Sonderfall /32

Ein /32-Präfix beschreibt genau eine IPv4-Adresse. Es besitzt keine variablen Hostbits, kein Adressintervall und keinen klassischen Broadcast. In Routingtabellen wird /32 häufig als Hostroute verwendet. Loopback-Adressen von Routern werden ebenfalls oft als /32 angekündigt.

Das Tool zeigt bei /32 die eingegebene Adresse gleichzeitig als Netz, ersten und letzten Endpunkt und meldet eine nutzbare Einzeladresse. Das ist eine Präfixbeschreibung, kein eigenständiges Mehrgeräte-Subnetz.

Eine /32-Adresse kann über eine passende Route erreichbar sein, obwohl sie keine Nachbaradressen besitzt. Gateway- und Interfacekonfiguration hängen vom Betriebssystem und der Netztopologie ab und werden durch die reine Adressberechnung nicht festgelegt.

Private IPv4-Bereiche

RFC 1918 definiert 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16 für private Netze. Diese Adressen werden im öffentlichen Internet nicht global geroutet. Mehrere unabhängige Organisationen können dieselben privaten Bereiche verwenden.

Die Beispieladresse 192.168.1.130 liegt im privaten Bereich. Für Internetzugriff wird häufig Network Address Translation am Router eingesetzt. Private Adressen sind nicht automatisch sicher: Firewallregeln, Segmentierung, Updates und Zugriffskontrollen bleiben erforderlich.

Weitere Sonderbereiche existieren für Loopback, Link-Local, Multicast, Dokumentation und andere Zwecke. Der Rechner validiert das Zahlenformat und Präfix, klassifiziert aber nicht jede besondere IANA-Zuweisung. Prüfen Sie bei öffentlichen Adressplänen die zuständige Registry und Ihren Provider.

Ein größeres Netz aufteilen

Wird ein /24 in /26-Subnetze zerlegt, werden zwei zusätzliche Bits für die Subnetzbildung verwendet. Es entstehen 2²=4 Netze mit jeweils 64 Gesamtadressen: 0–63, 64–127, 128–191 und 192–255. Die Netzadressen steigen in Schritten von 64.

Für die Eingabe 192.168.1.130/26 zeigt der Rechner den dritten Block mit Netzadresse 192.168.1.128, Broadcast 192.168.1.191 und klassischem Hostbereich 129 bis 190. So lässt sich jede konkrete Adresse einer Teilmenge zuordnen.

Planen Sie Subnetze nach benötigter Hostzahl und Wachstum. Variable Length Subnet Masking erlaubt unterschiedlich große Präfixe innerhalb eines Adressplans. Vergeben Sie größere Blöcke zuerst und achten Sie auf korrekte Grenzen, damit sich Netze nicht überlappen.

Routingzusammenfassung

Mehrere angrenzende Netze können als gemeinsames kürzeres Präfix angekündigt werden, wenn ihre führenden Bits übereinstimmen und die Blockgrenze passt. Vier zusammenhängende /26-Netze ergeben beispielsweise das ursprüngliche /24. Eine solche Zusammenfassung verkleinert Routingtabellen.

Die Zusammenfassung darf keine fremden Netze einschließen, die nicht über denselben Pfad erreichbar sind. Andernfalls entstehen Blackholes oder unerwünschtes Routing. Vergleichen Sie binäre Präfixe und prüfen Sie die Ausrichtung an der Blockgröße.

Dieser Rechner berechnet ein einzelnes Netz. Für Supernetting mehrerer Eingaben müssen zunächst niedrigste und höchste Adresse sowie der gemeinsame führende Bitanteil bestimmt werden.

Gateway und DHCP-Bereich planen

Die Berechnung bestimmt keinen Standardgateway. In vielen Netzen wird die erste oder letzte nutzbare Adresse für einen Router gewählt, doch das ist eine Konvention und keine CIDR-Regel. Das Gateway muss sich bei einer direkten lokalen Konfiguration im passenden Subnetz befinden und auf allen Clients konsistent eingetragen sein. Redundante Router können zusätzliche physische und virtuelle Adressen benötigen.

Ein DHCP-Bereich sollte Netzkennung, Broadcast, Gateway, DNS-Server, statische Geräte und Reserven ausschließen. Bei 192.168.1.0/24 könnte beispielsweise ein dynamischer Bereich von .100 bis .199 geplant werden, während Infrastruktur unterhalb und Reserven oberhalb liegen. Diese Aufteilung ist nur ein Beispiel. Dokumentieren Sie Leasingdauer und Reservierungen, damit ein statisch gesetztes Gerät keine Adresse aus dem dynamischen Pool verwendet.

Adresskonflikte und falsche Masken diagnostizieren

Zwei Geräte mit derselben IPv4-Adresse verursachen unzuverlässige Erreichbarkeit und wechselnde ARP-Zuordnungen. Prüfen Sie DHCP-Leases, statische Konfigurationen und Nachbartabellen. Der Subnetzrechner erkennt keinen Konflikt, weil er keine Geräte im Netz abfragt.

Besonders tückisch sind unterschiedliche Präfixe auf Teilnehmern. Ein Client mit /24 hält 192.168.1.200 für lokal, während ein anderer mit /25 einen Router benötigt. Antworten können dadurch einen anderen Weg nehmen oder vollständig ausbleiben. Vergleichen Sie IP, Maske, Gateway, VLAN und Route auf beiden Enden. Ein erfolgreicher Ping zum Gateway beweist noch nicht, dass entfernte Netze und Rückrouten korrekt eingerichtet sind.

Typische Fehler in der Praxis

  • Eine Hostadresse als Netzadresse in einer Route eintragen.
  • Broadcast oder Netzkennung an ein Gerät vergeben.
  • Dezimalmaske und Präfix falsch zuordnen.
  • Subnetze an einer ungültigen Blockgrenze beginnen lassen.
  • /31 ohne Punkt-zu-Punkt-Unterstützung verwenden.
  • Cloud-Reservierungen bei der Kapazitätsplanung vergessen.

Testen Sie als Plausibilität, ob die eingegebene IP zwischen Netz und Broadcast liegt. Die Differenz der Netzanfänge muss der Blockgröße entsprechen. Bei /24 ist das letzte Maskenoktett null, bei /25 sind die gültigen Starts im letzten Oktett 0 und 128.

Praxisregel: Dokumentieren Sie Präfix, Gateway, DHCP-Bereich, statische Reserven, VLAN und zuständige Route gemeinsam. Eine mathematisch gültige Adresse funktioniert nur, wenn alle beteiligten Geräte dieselben Netzgrenzen verwenden.

Häufige Fragen zu IPv4-Subnetzen

Wie viele Hosts hat ein /24-Netz?

Klassisch 254 nutzbare Hosts aus 256 Gesamtadressen, sofern kein Plattformanbieter weitere Adressen reserviert.

Was ist der Unterschied zwischen Maske und Wildcard?

Die Wildcard invertiert jedes Bit der Subnetzmaske und markiert damit die variablen Hostbits.

Ist 192.168.1.255 immer ein Broadcast?

Nein. Das hängt vom Präfix ab. In 192.168.0.0/16 wäre diese Adresse ein gewöhnlicher Hostwert innerhalb des größeren Netzes.

Warum zeigt /31 zwei nutzbare Adressen?

RFC 3021 erlaubt beide Endpunkte für unterstützte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.

Kann ein Präfix größer als /32 sein?

Nicht bei IPv4. Die Adresse besitzt genau 32 Bits.

Berechnet das Tool auch IPv6?

Nein. IPv6 hat 128 Bits und andere Regeln, insbesondere keinen Broadcast.

References

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