Bitcoin-Mining-Rechner: Gewinn & Rentabilität berechnen

Hashrate · Strom · erwarteter Ertrag

Bitcoin Mining Rechner

Schätzen Sie den statistischen BTC-Ertrag eines ASIC-Minings aus eigener und gesamter Netzwerk-Hashrate. Strom, Poolgebühr, Hardwarepreis und frei eingegebener BTC-Kurs werden zu Tages- und Monatswerten zusammengeführt.

Keine Live-Daten: alle Markt- und Netzwerkwerte selbst aktualisieren

Mining-Annahmen

Geschätzter Tagesgewinn

−22,26 €

Das Szenario deckt die laufenden Kosten nicht; kein positiver Amortisationszeitpunkt.

BTC netto pro Tag0,00004900 BTC
Umsatz pro Tag2,94 €
Strom pro Tag25,20 €
Gewinn pro Monat−677,43 €
Effizienz35,00 J/TH
Break-even Hardwarenicht erreichbar
BTC netto pro Jahr0,01788500 BTC
Strombedarf pro Tag84,00 kWh

Was der Mining Rechner modelliert

Bitcoin-Mining ist ein probabilistischer Wettbewerb. Ein Miner erzeugt Hashes und besitzt vereinfacht einen Anteil an der gesamten Rechenleistung des Netzwerks. Dieser Anteil wird mit der erwarteten Zahl neuer Blöcke und der Blocksubvention multipliziert. Ein Pool glättet Schwankungen, zieht dafür typischerweise eine Gebühr ab.

Der Rechner arbeitet mit einer durchschnittlichen Blockzeit von zehn Minuten beziehungsweise 144 erwarteten Blöcken pro Tag. Das ist ein langfristiger Sollwert, keine Garantie für einen einzelnen Tag. Tatsächliche Blockabstände schwanken zufällig, und die Difficulty wird periodisch angepasst.

Umsatz entsteht aus dem erwarteten BTC-Betrag mal eingegebenem Eurokurs. Davon werden Stromkosten und frei angegebene monatliche Zusatzkosten abgezogen. Steuern, Finanzierung, Kühlung außerhalb des Geräteverbrauchs, Ausfälle und Veräußerungserlöse sind nicht automatisch enthalten.

Grundformel für erwartete BTC

BTC/Tag = (Miner-Hashrate ÷ Netzwerk-Hashrate) × 144 × Blocksubvention × (1−Poolgebühr).

100 TH/s entsprechen 0,0001 EH/s. Gegen ein Beispielnetz von 900 EH/s beträgt der Anteil ungefähr 1 zu 9 Millionen. Bei 144 Blöcken und 3,125 BTC Subvention entstehen vor Poolgebühr im statistischen Mittel 0,00005 BTC pro Tag. Nach zwei Prozent bleiben 0,000049 BTC.

Die Formel berücksichtigt nur die Subvention. Miner erhalten außerdem Transaktionsgebühren aus gefundenen Blöcken. Diese schwanken stark. Weil das Formular keinen aktuellen Gebührenwert vorgibt, ist das Ergebnis konservativ, wenn zusätzliche Poolausschüttungen tatsächlich anfallen. Wer Gebühren modellieren will, kann sie zur durchschnittlichen Belohnung je Block addieren, muss den Wert aber laufend aktualisieren.

Hashrate-Einheiten richtig umrechnen

Ein Terahash pro Sekunde entspricht 10¹² Hashes pro Sekunde. Ein Exahash pro Sekunde entspricht 10¹⁸ Hashes pro Sekunde. Zwischen TH/s und EH/s liegt daher ein Faktor von einer Million. Der Rechner übernimmt diese Umrechnung intern.

Verwechseln Sie nicht die Hashrate eines einzelnen Geräts mit der Summe einer ganzen Farm. Addieren Sie nur Geräte, die gleichzeitig mit vergleichbarer Verfügbarkeit laufen. Overclocking kann Hashrate und Stromverbrauch erhöhen, während Undervolting häufig die Effizienz verändert.

Herstellerangaben gelten für definierte Betriebsmodi und Toleranzen. Messen Sie den realen Verbrauch einschließlich Netzteilverlusten. Ein Pool-Dashboard kann eine kurzfristig angezeigte Hashrate liefern, die zufällig schwankt; für die Kalkulation ist ein längerer Durchschnitt besser.

Netzwerk-Hashrate und Difficulty

Die gesamte Hashrate ist keine direkt gezählte Gerätezahl. Sie wird aus Blockproduktion und aktueller Mining-Difficulty geschätzt. Verschiedene Datenanbieter verwenden unterschiedliche Zeitfenster, sodass ihre Werte abweichen können. Tragen Sie einen aktuellen, nachvollziehbaren Durchschnitt ein.

Steigt die Netzwerk-Hashrate bei gleichbleibender eigener Leistung, sinkt der erwartete Anteil. Nach der nächsten Difficulty-Anpassung nähert sich die Blockrate wieder dem Ziel. Fällt Rechenleistung aus dem Netz, kann der eigene relative Anteil steigen.

Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung über Monate darf die Netzwerk-Hashrate nicht als sicher konstant behandeln. Erstellen Sie Szenarien mit steigendem und sinkendem Wert. Die einfache Jahreshochrechnung im Ergebnis friert alle Eingaben ein und ist keine Prognose der künftigen Difficulty.

Blocksubvention und Halving

Die Bitcoin-Blocksubvention halbiert sich alle 210.000 Blöcke. Seit dem Halving 2024 beträgt sie 3,125 BTC pro Block. Das nächste Halving wird voraussichtlich um 2028 erreicht, wobei der genaue Kalenderzeitpunkt von der tatsächlichen Blockfolge abhängt.

Nach einer Halbierung sinkt der Subventionsanteil des BTC-Ertrags bei sonst gleichen Werten sofort um 50 Prozent. Transaktionsgebühren können einen Teil ausgleichen, sind aber nicht planbar. Hardware, die nur knapp profitabel ist, kann dadurch deutlich unrentabel werden.

Verwenden Sie für langfristige Szenarien getrennte Zeitabschnitte vor und nach einem Halving. Das Formular berechnet jeweils einen konstanten Belohnungswert. Ändern Sie das Feld auf 1,5625 BTC, um das reine Subventionsszenario nach dem nächsten Halving zu prüfen.

Pool-Mining und Solo-Mining

Im Pool werden Beiträge vieler Miner kombiniert. Der Betreiber verteilt Auszahlungen nach einem Vergütungsmodell wie FPPS, PPS oder PPLNS. Gebühr, Transaktionsgebühren, Auszahlungsgrenze, Messmethode und Risiko unterscheiden sich. Das Prozentfeld zieht eine einfache lineare Gebühr vom erwarteten BTC-Betrag ab.

Beim Solo-Mining gibt es keine Poolgebühr, aber extrem hohe Varianz. Ein kleiner Miner kann lange keinen Block finden und erhält dann trotz positivem Erwartungswert null. Die durchschnittliche Rechnung beschreibt nicht die Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines bestimmten Zeitraums tatsächlich einen Block zu finden.

Für Poolvergleiche sollten Sie nicht nur den beworbenen Gebührensatz einsetzen. Prüfen Sie, ob Transaktionsgebühren ausgeschüttet werden, wie verwaiste Blöcke behandelt werden, welche Mindestzahlung gilt und ob zusätzliche Abzüge oder Wechselkurskosten entstehen.

Stromkosten berechnen

Die elektrische Arbeit pro Tag ist Leistung in Kilowatt mal 24 Stunden. Ein Gerät mit 3.500 Watt zieht 3,5 Kilowatt. Im Dauerbetrieb entstehen 84 kWh pro Tag. Bei 0,30 Euro je kWh kostet das 25,20 Euro.

Stromkosten/Tag = Watt ÷ 1.000 × 24 × Strompreis.

Der Tarif kann Grundpreis, Leistungspreis, Netzentgelt oder zeitvariable Preise enthalten. Für eine einfache Grenzkostenrechnung wird der Arbeitspreis verwendet. Eine Farm mit Spitzenlast oder Gewerbetarif benötigt eine detailliertere Abrechnung.

Kühlung und Lüftung können zusätzliche Leistung benötigen. Wenn das Messgerät nur den ASIC erfasst, tragen Sie die übrigen Kosten im Monatsfeld ein oder erhöhen Sie die Leistung auf den gesamten Anlagenverbrauch. Wärme kann nutzbar sein, aber ihr wirtschaftlicher Wert ist saisonal und muss getrennt belegt werden.

Effizienz in Joule pro Terahash

Die Kennzahl J/TH ergibt sich aus Watt geteilt durch TH/s. Da ein Watt einem Joule pro Sekunde entspricht und die Hashrate ebenfalls pro Sekunde angegeben wird, kürzt sich die Zeit. Im Beispiel sind 3.500 Watt bei 100 TH/s gleich 35 J/TH.

Ein niedrigerer Wert bedeutet weniger elektrische Energie pro Rechenarbeit. Zwei Geräte mit derselben Hashrate können deshalb sehr unterschiedliche Stromkosten erzeugen. Vergleichen Sie Effizienz im real verwendeten Modus, nicht nur das nominelle Spitzenprofil.

Die Kennzahl enthält nicht automatisch Kühlung, Transformatorverluste, Netzwerk und Gebäudeinfrastruktur. Eine Gesamtanlagen-Effizienz kann schlechter sein als der ASIC-Wert. Für Investitionsentscheidungen ist der am Zähler gemessene Verbrauch maßgeblich.

BTC-Kurs und Euro-Umsatz

Der BTC-Kurs ändert nicht die erzeugte Coin-Menge, sondern nur ihren umgerechneten Euro-Wert. Ein steigender Preis kann ein zuvor negatives Stromszenario positiv machen; ein fallender Preis wirkt umgekehrt. Der Rechner ruft keinen Börsenkurs ab.

Ein angezeigter Marktpreis ist nicht automatisch der tatsächlich realisierte Verkaufspreis. Spread, Handelsgebühren, Auszahlungsgebühren und Kursbewegung zwischen Mining und Verkauf können die Einnahme reduzieren. Wer BTC hält statt verkauft, trägt zusätzlich Kursrisiko und benötigt trotzdem Liquidität für Stromrechnungen.

Rechnen Sie mindestens mit einem niedrigen, mittleren und hohen Kurs. Eine Investition, die nur im optimistischen Szenario funktioniert, besitzt wenig Sicherheitspuffer. Der Break-even-Preis für den laufenden Betrieb ergibt sich näherungsweise aus Tageskosten geteilt durch BTC pro Tag.

Hardware-Amortisation

Ist der Tagesgewinn nach laufenden Kosten positiv, teilt das Tool die Hardwarekosten durch diesen Gewinn. Das Ergebnis zeigt eine statische Anzahl von Tagen. Bei negativem oder null Gewinn ist kein positiver Break-even erreichbar.

Die statische Rechnung unterstellt unveränderte Hashrate, Difficulty, Blockbelohnung, Kurs, Strompreis und Verfügbarkeit. In der Realität altern Geräte wirtschaftlich schnell, weil effizientere Modelle auf den Markt kommen und der Netzwerkanteil sinken kann. Ein zukünftiges Halving ist ebenfalls nicht enthalten.

Restwert, Reparaturen, Versand, Einfuhr, Finanzierung und Steuern verändern die Amortisation. Ein Gerät kann vor dem rechnerischen Termin ausfallen oder wegen Lärm und Wärme nicht dauerhaft betrieben werden. Interpretieren Sie die Zahl nur als Momentaufnahme.

Szenarien statt Einpunktprognose

AnnahmeNegatives SzenarioPositives Szenario
Netzwerk-Hashratehöher als heuteniedriger oder stabil
BTC-Kursdeutlich niedrigerhöher
Strompreissteigendgesichert niedrig
VerfügbarkeitAusfälle und Drosselungnahe Dauerbetrieb

Ändern Sie jeweils nur einen Wert, um seine Wirkung zu verstehen. Prüfen Sie danach kombinierte Stressfälle, etwa steigende Netzwerkleistung bei gleichzeitig sinkendem Kurs. Monatliche Gewinne sollten nicht einfach über mehrere Jahre multipliziert werden.

Dokumentieren Sie Datum und Datenquelle jeder Eingabe. So lässt sich eine frühere Kaufentscheidung später nachvollziehen, ohne aktuelle Werte mit damaligen Annahmen zu vermischen.

Lärm, Wärme und Infrastruktur

ASIC-Miner können sehr laut sein und erhebliche Wärme abgeben. 3,5 Kilowatt elektrische Leistung werden nahezu vollständig zu Wärme. Wohnräume, Steckdosen, Leitungen und Lüftung sind häufig nicht für einen dauerhaften Betrieb mehrerer Geräte ausgelegt.

Elektrische Installation, Absicherung, Brandschutz und Kühlung sollten fachgerecht geplant werden. Hohe Umgebungstemperatur kann Geräte drosseln oder beschädigen. Staub, Feuchtigkeit und Kondensation erhöhen Risiken.

Prüfen Sie Mietvertrag, Nachbarschaft, lokale Vorschriften und Versicherungsbedingungen. Ein rechnerisch günstiger Strompreis rechtfertigt keinen unsicheren Aufbau. Infrastrukturkosten gehören in die Investitionsrechnung.

Steuern und Dokumentation

Mining-Einnahmen können in Deutschland steuerlich relevant sein und je nach Umfang, Organisation und Gewinnerzielungsabsicht gewerblich eingeordnet werden. Umsatzsteuer, Einkommen- oder Gewerbesteuer, Abschreibung und die Bewertung erhaltener Coins sind Einzelfragen.

Erfassen Sie Poolgutschriften mit Zeit, Menge und Eurobewertung, Stromrechnungen, Hardwarebelege, Gebühren und Wallet-Transaktionen. Eine spätere Veräußerung der erzeugten BTC kann zusätzliche steuerliche Folgen haben. Vermischen Sie private und betriebliche Wallets nicht ohne nachvollziehbare Buchführung.

Finanz- und Risikohinweis: Der Rechner ist keine Anlage-, Steuer- oder Rentabilitätsberatung. Mining kann trotz positiver Momentaufnahme Verlust erzeugen. Prüfen Sie Markt-, Technik-, Vertrags-, Energie- und Steuerfragen eigenständig.

Typische Eingabefehler

  • TH/s und EH/s ohne Faktor eine Million vergleichen.
  • Geräte-Watt statt Gesamtverbrauch am Zähler verwenden.
  • Poolgebühr oder sonstige Betriebskosten vergessen.
  • einen veralteten BTC-Kurs als fest annehmen.
  • Netzwerk-Hashrate über Jahre konstant hochrechnen.
  • erwarteten Wert mit garantierter täglicher Auszahlung verwechseln.

Prüfen Sie bei auffällig hohem Gewinn zuerst die Einheiten. Ein einzelner 100-TH/s-Miner besitzt nur einen sehr kleinen Anteil an einem Netzwerk mit hunderten EH/s. Stromkosten im Dauerbetrieb sind 24-mal der stündlichen Energiemenge.

Häufige Fragen zum Bitcoin Mining

Sind die voreingestellten Netzwerk- und Kurswerte aktuell?

Nein. Sie sind nur ein Rechenbeispiel und müssen durch aktuelle, belegte Daten ersetzt werden.

Warum finde ich trotz positivem Erwartungswert keinen Block?

Blockfunde sind zufällig. Kleine Solo-Miner können sehr lange ohne Treffer bleiben.

Enthält der BTC-Ertrag Transaktionsgebühren?

Nein. Das Formular verwendet die eingegebene Blocksubvention; variable Gebühren sind nicht automatisch enthalten.

Was bedeutet J/TH?

Joule pro Terahash misst den elektrischen Energieaufwand je Rechenarbeit; niedriger ist effizienter.

Ist ein positiver Tagesgewinn eine sichere Amortisation?

Nein. Difficulty, Kurs, Belohnung, Strompreis, Ausfälle und Restwert verändern sich.

Kann ich den Rechner für GPU-Mining anderer Coins nutzen?

Nicht zuverlässig. Algorithmus, Blockmodell, Einheiten und Vergütung unterscheiden sich.

References

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