Polynomdivision-Rechner: Division online berechnen

Koeffizientenverfahren mit Rest

Polynomdivision Rechner mit vollständigem Quotienten und Rechenschritten

Geben Sie die Koeffizienten von höchstem Grad bis zum konstanten Glied ein. Der Rechner führt die schriftliche Polynomdivision mit Dezimal- oder Ganzzahlkoeffizienten durch, zeigt Quotient und Rest und kontrolliert die Identität Dividend = Divisor × Quotient + Rest.

Koeffizienten eingeben

Quotient

x − 2
Rest0
Kontrollidentitätx² − 3x + 2 = (x − 1)(x − 2)
Grade2 ÷ 1 → Quotient Grad 1

Rechenweg

1. x² ÷ x = x Subtrahiere x² − x → −2x + 2 2. −2x ÷ x = −2 Subtrahiere −2x + 2 → 0

Jeder Schritt teilt den führenden Term des aktuellen Restpolynoms durch den führenden Term des Divisors. Das Ergebnis wird als nächster Quotientterm notiert. Danach wird der gesamte Divisor mit diesem Term multipliziert und vom aktuellen Polynom subtrahiert.

Koeffizienten richtig eingeben

Die Reihenfolge beginnt immer beim höchsten Exponenten. „1, −3, 2“ bedeutet 1x² − 3x + 2. Ein fehlender Term braucht ausdrücklich den Koeffizienten null. Das Polynom x³ + 2x − 5 wird deshalb als „1, 0, 2, −5“ eingegeben. Ohne die Null würde der Rechner x² + 2x − 5 lesen.

Komma, Semikolon und Leerzeichen sind als Trenner erlaubt. Für Dezimalzahlen muss ein Punkt verwendet werden, damit „1.5, −2, 0“ eindeutig bleibt. Ein deutsches Dezimalkomma würde mit dem Listentrenner kollidieren. Der sichtbare Polynomtext formatiert Dezimalwerte anschließend deutsch.

Führende Nullen werden entfernt. „0, 0, 1, −2“ ist daher dasselbe wie „1, −2“. Ein Polynom, das nur aus Nullen besteht, kann nicht als Divisor verwendet werden.

Was Polynomdivision bedeutet

Für Polynome A(x) und B(x) mit B(x) ≠ 0 gibt es einen Quotienten Q(x) und einen Rest R(x), sodass A(x) = B(x)Q(x) + R(x) gilt. Der Grad des Restes ist kleiner als der Grad des Divisors. Diese Aussage ist das Polynomgegenstück zur ganzzahligen Division mit Rest.

Wenn der Rest null ist, teilt B das Polynom A ohne Rest. Dann ist B ein Faktor von A. Im Beispiel x² − 3x + 2 geteilt durch x − 1 entsteht x − 2 und Rest 0. Daher lautet die Faktorisierung (x − 1)(x − 2). Die Nullstellen 1 und 2 werden sichtbar.

Ist der Divisorgrad höher als der Dividendgrad, ist der Quotient 0 und der gesamte Dividend bleibt Rest. Diese korrekte, aber oft überraschende Ausgabe entspricht der Forderung, dass der Restgrad kleiner als der Divisorgrad ist.

Schriftliche Polynomdivision Schritt für Schritt

  1. Ordnen Sie Dividend und Divisor nach fallenden Potenzen und ergänzen Sie fehlende Potenzen mit null.
  2. Teilen Sie den führenden Term des Dividenden durch den führenden Term des Divisors.
  3. Schreiben Sie diesen Term in den Quotienten.
  4. Multiplizieren Sie den gesamten Divisor mit dem neuen Quotientterm.
  5. Subtrahieren Sie das Produkt vom aktuellen Polynom.
  6. Wiederholen Sie, bis der Restgrad kleiner als der Divisorgrad ist.

Vorzeichen sind die häufigste Fehlerquelle. Wird ein Produkt subtrahiert, wechseln alle seine Vorzeichen. Aus −2x + 2 minus (−2x + 2) wird null. Schreiben Sie das Produkt in Klammern oder richten Sie gleiche Potenzen spaltenweise aus.

Beispiel mit Rest

Teilen wir x² + 1 durch x + 1. Der erste Quotientterm ist x. Das Produkt x(x + 1) = x² + x wird subtrahiert; übrig bleibt −x + 1. Der nächste Quotientterm ist −1. Das Produkt −x − 1 wird subtrahiert; der Rest ist 2.

Damit gilt x² + 1 = (x + 1)(x − 1) + 2. Der Restgrad 0 ist kleiner als der Divisorgrad 1. Wer fälschlich nur die Differenz zweier Quadrate erkennt, würde x² + 1 mit x² − 1 verwechseln.

Eine Kontrolle durch Ausmultiplizieren ergibt (x + 1)(x − 1) + 2 = x² − 1 + 2 = x² + 1. Diese Rückrechnung sollte nach jeder längeren Division erfolgen.

Horner-Schema und lineare Divisoren

Für einen Divisor x − a kann die Division effizient mit dem Horner-Schema ausgeführt werden. Die Koeffizienten werden nacheinander heruntergezogen, mit a multipliziert und addiert. Der letzte Wert ist der Rest, die vorherigen Werte sind die Quotientenkoeffizienten.

Das Horner-Schema ist eine Spezialmethode, während dieser Rechner allgemeine Divisoren beliebigen zulässigen Grades verarbeitet. Bei einem quadratischen Divisor wie x² + 1 braucht man die vollständige Polynomdivision oder ein erweitertes Schema.

Horner eignet sich auch zur effizienten Auswertung eines Polynoms. Der Rest bei Division durch x − a ist nach dem Restsatz genau A(a). So verbindet die Methode Division, Funktionswert und Nullstellenprüfung.

Restsatz und Faktorsatz

Der Restsatz besagt: Bei Division von A(x) durch x − a ist der konstante Rest A(a). Wird x² + 1 durch x + 1 = x − (−1) geteilt, ist der Rest A(−1) = 1 + 1 = 2. Das stimmt mit der schriftlichen Division überein.

Der Faktorsatz folgt daraus: A(a) = 0 genau dann, wenn x − a ein Faktor von A ist. Eine vermutete Nullstelle lässt sich daher schnell prüfen. Ist der Rest nicht null, ist a keine Nullstelle, auch wenn ein gerundeter Dezimalwert nahe null liegt.

Bei Dezimalkoeffizienten arbeitet der Browser mit Gleitkommazahlen. Ein sehr kleiner numerischer Rest kann durch Rundung entstehen. Der Rechner setzt Werte kleiner als 10⁻¹⁰ auf null, zeigt aber keine symbolische Exaktheit. Für Beweise mit rationalen Koeffizienten ist Bruch- oder Computeralgebra besser.

Mehrfache Nullstellen

Wenn x − a ein Faktor ist, kann der Quotient erneut durch x − a teilbar sein. Dann besitzt das Polynom eine mehrfache Nullstelle. Beispiel (x − 2)² = x² − 4x + 4. Die erste Division durch x − 2 ergibt x − 2, die zweite Division ergibt 1, beide ohne Rest.

Mehrfachheit beeinflusst den Graphen. Bei gerader Vielfachheit berührt der Graph die x-Achse häufig und kehrt um; bei ungerader Vielfachheit schneidet er sie. Die lokale Form hängt auch von weiteren Faktoren ab.

Der Rechner führt pro Klick eine Division aus. Kopieren Sie die Quotientenkoeffizienten für einen weiteren Durchlauf, wenn Sie Mehrfachheit prüfen möchten.

Polynombruch und Definitionsmenge

Bei rationalen Funktionen kann Polynomdivision einen unechten Polynombruch in Polynomteil und echten Restbruch zerlegen. Aus A/B wird Q + R/B. Diese Form hilft bei Grenzwerten, Asymptoten und Integration. Der Divisor bleibt aber im Nenner; seine Nullstellen sind aus der Definitionsmenge ausgeschlossen.

Wenn sich ein gemeinsamer Faktor kürzen lässt, kann an einer Stelle eine hebbare Lücke entstehen. Die ursprüngliche Funktion ist dort dennoch nicht definiert, auch wenn der gekürzte Term einen Wert hätte. Algebraische Vereinfachung ändert die ursprüngliche Definitionsmenge nicht automatisch.

Der Rechner zeigt Q und R, baut aber keine vollständige rationale Funktion oder Definitionsmenge auf. Notieren Sie Divisornullstellen separat.

Numerische Grenzen

Sehr große oder sehr kleine Koeffizienten können Gleitkommafehler verstärken. Der Rechner begrenzt die Liste auf 30 Koeffizienten und lehnt nicht endliche Werte ab. Eine hohe Stellenzahl in der Ausgabe ist kein Nachweis mathematischer Genauigkeit.

Bei ganzzahligen Aufgaben sollte ein erwarteter ganzzahliger Rest auch nahezu ganzzahlig erscheinen. Prüfen Sie die Kontrollidentität an mehreren x-Werten oder multiplizieren Sie symbolisch zurück. Für exakte rationale Ergebnisse mit Brüchen eignet sich ein Computer-Algebra-System.

Lernhinweis: Nutzen Sie die Schrittfolge zum Prüfen eigener Rechnungen. Wer nur den Quotienten kopiert, übersieht leicht fehlende Nullkoeffizienten oder Vorzeichenfehler.

Division durch ein konstantes Polynom

Ein Divisor vom Grad null ist eine von null verschiedene Konstante. Dann wird jeder Koeffizient des Dividenden durch diese Zahl geteilt und der Rest ist null. Beispiel: (6x² − 9x + 3) ÷ 3 = 2x² − 3x + 1. Der Rechner verarbeitet diesen Fall mit demselben Algorithmus.

Das Nullpolynom darf kein Divisor sein. Ein einzelner Koeffizient 0 oder eine Liste aus lauter Nullen wird deshalb abgelehnt. Eine sehr kleine Dezimalzahl ist dagegen formal ein Divisor, kann aber numerisch riesige Quotienten und Rundungsfehler erzeugen.

Bei symbolischen Parametern wie a oder b kann dieses Modul nicht entscheiden, ob ein führender Koeffizient null wird. Es akzeptiert nur konkrete Zahlen. Fallunterscheidungen müssen algebraisch von Hand oder in einem Computeralgebrasystem behandelt werden.

Beispiel mit kubischem Dividend

Teilen wir 2x³ + 3x² − 11x − 6 durch x + 3. Die Koeffizienten sind 2, 3, −11, −6 und 1, 3. Der erste Term ist 2x². Nach Subtraktion von 2x³ + 6x² bleiben −3x² − 11x − 6. Der nächste Term ist −3x; nach Subtraktion von −3x² − 9x bleiben −2x − 6. Der letzte Term ist −2 und der Rest null.

Der Quotient lautet 2x² − 3x − 2. Er lässt sich weiter als (2x+1)(x−2) faktorisieren. Zusammen ergibt sich A(x) = (x+3)(2x+1)(x−2). Die ursprünglichen Nullstellen sind −3, −1/2 und 2.

Dieses Beispiel zeigt, warum man nach einer erfolgreichen Division den Quotienten weiter untersuchen kann. Eine gefundene lineare Nullstelle reduziert den Grad und macht quadratische Formeln oder weitere Faktorisierung zugänglich.

Polynomdivision bei Grenzwerten

Für rationale Funktionen mit Zählergrad mindestens Nennergrad trennt die Division das langfristige Verhalten ab. Bei (x²+1)/(x+1) entsteht x−1 + 2/(x+1). Für große Beträge von x nähert sich der Restbruch null, sodass y = x−1 eine schiefe Asymptote ist.

Ist der Gradunterschied größer als eins, ergibt der Quotient eine polynomiale Asymptote. Der Restterm beschreibt die Abweichung. Für einen Grenzwert muss zusätzlich geprüft werden, ob der Nenner null wird und aus welcher Richtung man sich nähert.

Die bloße Angabe des Quotienten reicht nicht, solange der Rest nicht null ist. Wer den Restbruch weglässt, ersetzt die Funktion durch ihre Asymptote und erhält bei endlichen x falsche Werte.

Häufige Fragen zur Polynomdivision

Für eine saubere Dokumentation sollten Eingabekoeffizienten, erzeugter Quotient, Rest und Kontrollidentität gemeinsam gespeichert werden. Ein Quotient ohne Reihenfolge der ursprünglichen Koeffizienten ist später kaum prüfbar. Bei Dezimalwerten gehört auch die verwendete Rundung in die Notiz.

Prüfen Sie zusätzlich, ob der Restgrad wirklich kleiner als der Divisorgrad ist.

Wie gebe ich fehlende Terme ein?

Mit einem Nullkoeffizienten. x³ + 2x − 5 wird als 1, 0, 2, −5 eingegeben.

Wann ist ein Polynom ohne Rest teilbar?

Wenn der ausgegebene Rest null ist. Dann ist der Divisor ein Faktor des Dividenden.

Was passiert bei höherem Divisorgrad?

Der Quotient ist null und der Dividend bleibt als Rest.

Kann ich Dezimalzahlen verwenden?

Ja, mit Dezimalpunkt. Beachten Sie mögliche Gleitkommarundung.

Ist Horner dasselbe wie Polynomdivision?

Horner ist eine effiziente Spezialform für lineare Divisoren x − a.

Wie kontrolliere ich das Ergebnis?

Multiplizieren Sie Divisor und Quotient und addieren Sie den Rest. Es muss wieder der Dividend entstehen.

References

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