Liquid-Rechner: Nikotinstärke, Aroma und PG/VG-Verhältnis berechnen
Berechnen Sie Volumenanteile ausschließlich für legal in Verkehr gebrachte, klar gekennzeichnete E-Liquid-Komponenten bis 20 mg/ml. Das Modul macht Nikotinmenge und Trägerverteilung sichtbar und ersetzt keine Sicherheitsbewertung.
Geplante Mischung
Rechnerische Volumenaufteilung
Nikotin ist giftig und macht abhängig. Das BfR rät vom Selbstmischen ab. Hautkontakt, Verschlucken und Zugang durch Kinder oder Tiere müssen verhindert werden.
Was der Liquid-Rechner berechnet
Das Modul löst eine Volumen- und Konzentrationsgleichung. Es bestimmt, wie viel einer gekennzeichneten nikotinhaltigen Komponente und wie viel einer schwächeren oder nikotinfreien Basis rechnerisch nötig wären, um eine Zielstärke zu erreichen. Der Aromaanteil wird als Teil des Endvolumens behandelt.
Anschließend verteilt es das verbleibende Basisvolumen auf Propylenglykol (PG) und pflanzliches Glycerin (VG), damit der gewünschte Zielanteil näherungsweise erreicht wird. Dabei werden PG-Anteile von Nikotinkomponente und Aroma berücksichtigt.
Der Rechner bewertet keine Inhaltsstoffe, Aromen, Geräteverträglichkeit oder gesundheitliche Eignung. Er ist keine Empfehlung zum Dampfen. Menschen, die nicht rauchen, sollten nicht mit E-Zigaretten beginnen; Nikotin kann abhängig machen.
Konzentration in mg/ml verstehen
Eine Angabe von 20 mg/ml bedeutet 20 Milligramm Nikotin je Milliliter Flüssigkeit. Zehn Milliliter enthalten somit insgesamt 200 Milligramm Nikotin. Eine Zielmischung von 100 ml mit 3 mg/ml enthält rechnerisch 300 Milligramm.
Die Gesamtmenge ist nicht gleich der tatsächlich aufgenommenen Dosis. Verdampfer, Nutzungsverhalten, Aerosolbildung und Aufnahme im Körper beeinflussen die Exposition. Der Rechner trifft dazu keine Aussage.
Verwechseln Sie mg/ml nicht mit Prozent. 10 mg/ml entsprechen bei vereinfachter Volumenbetrachtung ungefähr 1 Prozent, aber Produktkennzeichnungen und Dichtefragen sollten nicht eigenmächtig umgerechnet werden. Nutzen Sie die Einheit auf dem Originaletikett.
Verdünnungsformel mit Aromaanteil
Das Aroma nimmt Volumen ein, wird im Modell aber als nikotinfrei angenommen. Die schwächere Basis füllt den verbleibenden Raum. Wenn die Basis selbst Nikotin enthält, muss ihre Nikotinmenge in der Gleichung berücksichtigt werden.
Bei nikotinfreier Basis vereinfacht sich das Beispiel zu 3 × 100 ÷ 20 = 15 ml Nikotinkomponente. Zehn Prozent Aroma sind 10 ml; die restlichen 75 ml bestehen aus neutraler Basis.
Liegt die Zielstärke außerhalb des Bereichs zwischen Basis- und Shotstärke, ist die Mischung mit diesen beiden Komponenten unmöglich. Das Modul zeigt dann eine Fehlermeldung, statt negative Volumina auszugeben.
Rechtliche Verbrauchergrenzen in der EU
Die EU-Tabakproduktrichtlinie sieht für in Verkehr gebrachte nikotinhaltige E-Liquids höchstens 20 mg/ml vor. Nikotinhaltige Nachfüllbehälter dürfen höchstens 10 ml enthalten; Tanks und Kartuschen haben weitere Größenregeln. Die Produkte müssen unter anderem kindersicher und manipulationsgeschützt gestaltet sein.
Der Rechner begrenzt die Eingabestärke deshalb auf 20 mg/ml. Er unterstützt ausdrücklich keine hochkonzentrierten Nikotinlösungen und keine Umgehung von Produktvorgaben. Verwenden Sie nur original gekennzeichnete, rechtmäßig bezogene Verbraucherprodukte.
Rechtslage, Steuer und Produktanforderungen können sich ändern oder national ergänzt werden. Die Berechnung ist keine rechtliche Freigabe eines Produkts oder einer Mischung.
PG und VG rechnerisch verteilen
PG
Propylenglykol ist dünnflüssiger und dient häufig als Träger für Aromen. Empfindlichkeiten oder Reizungen sind möglich.
VG
Glycerin ist viskoser. Hohe VG-Anteile können nicht zu jedem Gerät oder Verdampfer passen.
Aroma
Aromen sind häufig PG-basiert. Ihr Trägeranteil muss in die Zielverteilung einbezogen werden.
Für PG 50 Prozent in 100 ml werden insgesamt 50 ml PG-Anteil benötigt. Kommen bereits 15 ml aus dem Nikotinprodukt und 10 ml aus dem Aroma, müssen noch 25 ml aus der neutralen Basis als PG ergänzt werden. Die restlichen 50 ml der Basis sind VG.
Erfordert das Ziel weniger PG, als Nikotinkomponente und Aroma bereits mitbringen, ist das Verhältnis nicht erreichbar. Dann muss eine andere Produktzusammensetzung gewählt werden; negative PG-Mengen sind physikalisch unsinnig.
Warum Selbstmischen riskant ist
Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät vom Selbstmischen von E-Liquids ab. Risiken entstehen durch unbekannte oder ungeeignete Inhaltsstoffe, Verunreinigungen, falsche Konzentration und Kontakt mit nikotinhaltiger Flüssigkeit. Beim Erhitzen können zusätzliche Stoffe entstehen.
Nikotin kann über Haut und Schleimhäute aufgenommen werden. Verschlucken ist besonders für kleine Kinder gefährlich. Schon ein handelsüblicher 10-ml-Behälter mit 20 mg/ml enthält insgesamt 200 mg Nikotin. Kindersichere Verpackung reduziert Risiken, ersetzt aber keine sichere Aufbewahrung.
Verwenden Sie niemals Mineralöl, Pflanzenöl, ätherische Öle oder Lebensmittelaromen ohne ausdrückliche Eignung für das vorgesehene Produkt. „Lebensmittelecht“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Stoff zum Inhalieren nach Erhitzung geeignet ist.
Sicherheitscheck vor jedem Umgang
Stärke, Volumen, Inhaltsstoffe, Warnhinweise, Charge und Haltbarkeit prüfen.
Verschlossen, aufrecht und unerreichbar aufbewahren; nie in Getränke- oder Lebensmittelbehälter umfüllen.
Herstellerhinweise zu Schutzhandschuhen beachten und verschüttete Flüssigkeit sicher aufnehmen.
Endstärke, Datum, Bestandteile und Gefahrhinweis dauerhaft am Behälter vermerken.
Bei Hautkontakt sofort entsprechend Produktanweisung gründlich reinigen und kontaminierte Kleidung entfernen. Bei Verschlucken, Symptomen oder Unsicherheit Giftnotruf beziehungsweise 112 kontaktieren und Verpackung bereithalten. Kein Erbrechen ohne fachliche Anweisung auslösen.
Volumen messen und Rundung
Das Modul gibt Hundertstel Milliliter aus, doch viele Haushaltsmessmittel erreichen diese Genauigkeit nicht. Kleine Fehler wirken bei geringen Gesamtvolumina stärker. Verwenden Sie geeignete, saubere, eindeutig graduierte Hilfsmittel gemäß Produkthinweisen.
Dichtebasierte Grammrezepte erfordern für jede Komponente einen dokumentierten Dichtewert. Milliliter dürfen nicht pauschal als Gramm behandelt werden. Dieses Modul ist rein volumetrisch und rechnet nicht in Masse um.
Runden Sie Bestandteile so, dass die Summe weiterhin dem Endvolumen entspricht. Wenn eine Rundung den Nikotinanteil verändert, berechnen Sie die resultierende Stärke erneut. Bei Unsicherheit ist ein fertig hergestelltes Produkt die sicherere Wahl.
10-ml-Behälter richtig interpretieren
Die Ausgabe „1,50 Stück“ ist eine rechnerische Volumenrelation, keine Anweisung, einen angebrochenen Behälter unbeschriftet aufzubewahren. Bei 15 ml werden ein voller und ein halber 10-ml-Inhalt benötigt. Restmengen bleiben im Originalbehälter verschlossen und nach Etikett gelagert.
Ein „Nikotinshot“ ist keine genormte Rechenkonstante. Stärke, PG/VG-Träger und tatsächliches Füllvolumen müssen vom konkreten Produkt übernommen werden. Das Modul nimmt nur Ihre Eingaben als wahr an.
Wenn mehrere Produkte unterschiedliche Stärken haben, kann die einfache Zwei-Komponenten-Gleichung nicht alle gleichzeitig lösen. Rechnen Sie die tatsächliche Nikotinmenge jeder Komponente separat oder verwenden Sie ein geeignetes professionelles Verfahren.
Aromaangabe und Reifezeit
Ein Aroma-Prozentsatz ist eine Rezeptannahme, keine gesundheitliche Freigabe. Halten Sie sich an Herstellerangaben und überschreiten Sie empfohlene Konzentrationen nicht. Manche Produkte sind bereits gebrauchsfertige Liquids und dürfen nicht wie hochkonzentriertes Aroma behandelt werden.
Der Rechner berechnet keine Reifezeit. Chemische Stabilität, Lagerdauer, Licht und Temperatur hängen von Bestandteilen und Herstellerhinweisen ab. Trübung, ungewöhnlicher Geruch, beschädigte Verpackung oder fehlende Kennzeichnung sind Gründe, ein Produkt nicht zu verwenden.
Mischen Sie keine unbekannten Restbestände zusammen. Ohne sichere Identität und Konzentration ist auch die beste Formel wertlos.
Rauchstopp und Nikotinabhängigkeit
E-Zigaretten sind nicht harmlos. Wer Nikotin reduzieren oder mit dem Rauchen aufhören möchte, kann evidenzbasierte Unterstützung über ärztliche Praxen, Apotheken oder anerkannte Beratungsangebote erhalten. Eine selbst gewählte Stärke ist keine medizinische Entwöhnungsstrategie.
Eine zu niedrige Konzentration kann bei manchen Menschen zu häufigerem Konsum führen, eine hohe Konzentration kann unerwünschte Wirkungen verstärken. Das individuelle Aufnahmeverhalten ist komplex und wird nicht aus mg/ml allein vorhergesagt.
Schwangere, Stillende, Jugendliche und Nichtrauchende sollten Nikotin besonders meiden. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Beschwerden ist medizinische Beratung wichtig.
Typische Rechenfehler
Häufig wird das Aroma zusätzlich zum Zielvolumen gerechnet. Bei 100 ml Endvolumen und zehn Prozent Aroma sind es 10 ml innerhalb der 100 ml, nicht 110 ml Gesamtmenge. Andernfalls sinkt die tatsächliche Nikotinstärke.
Ein weiterer Fehler ist, die Basisstärke zu ignorieren. Enthält auch die neutrale Basis Nikotin, trägt sie zum Gesamtgehalt bei. Ebenso verändern PG-basierte Aromen die Trägerverteilung.
Nicht fortfahren, wenn Etikett, Stärke, Inhaltsstoffe oder Behälter beschädigt beziehungsweise unklar sind. Der Rechner kann unbekannte Produkte nicht sicher machen.
Lagerung, Kennzeichnung und Entsorgung
Nikotinhaltige Produkte gehören in der Originalverpackung oder einem dafür vorgesehenen eindeutig beschrifteten Behälter unter Verschluss. Notieren Sie mindestens Produktname, Nikotinstärke, PG/VG-Verhältnis, Aroma, Datum und Warnhinweis. Eine farbige Flüssigkeit darf niemals in einer Getränkeflasche aufbewahrt werden.
Hitze, Licht und Luft können Bestandteile verändern. Beachten Sie Herstellerangaben zu Temperatur und Haltbarkeit. Ein Kühlschrank ist nicht automatisch geeignet, besonders wenn dort Lebensmittel lagern oder Kinder Zugang haben. Frieren, Umfüllen oder lange Lagerung kann Verpackung und Dichtung beeinflussen.
Reste gehören nicht in Ausguss, Toilette oder Umwelt. Fragen Sie kommunale Schadstoffsammlung, Händler oder Hersteller nach der örtlich richtigen Entsorgung. Auch leere Behälter können Rückstände enthalten und müssen geschlossen sowie kindersicher behandelt werden.
Reinigen Sie Arbeitsflächen nach Produkthinweis und verwenden Sie Hilfsmittel nicht anschließend für Lebensmittel. Bei einem verschütteten größeren Volumen oder unklarer Exposition holen Sie fachlichen Rat ein.
Häufige Fragen zum Liquid-Rechner
Wie viel Nikotin enthält 100 ml mit 3 mg/ml?
Rechnerisch insgesamt 300 mg. Das ist nicht gleich der vom Körper aufgenommenen Dosis.
Warum sind maximal 20 mg/ml möglich?
Das Modul orientiert sich an der EU-Verbrauchergrenze für in Verkehr gebrachte nikotinhaltige E-Liquids und unterstützt keine Konzentrate.
Zählt Aroma zum Endvolumen?
Ja. Zehn Prozent Aroma in 100 ml entsprechen 10 ml innerhalb des Endvolumens.
Warum ist mein PG/VG-Ziel unmöglich?
Nikotinkomponente und Aroma können bereits mehr PG oder VG enthalten, als das gewünschte Endverhältnis erlaubt.
Ist Selbstmischen sicher?
Es birgt Risiken; das BfR rät davon ab. Verwenden Sie vorzugsweise gekennzeichnete Fertigprodukte und beachten Sie alle Warnhinweise.
Was tun bei Verschlucken?
Sofort Giftnotruf oder bei schweren Symptomen 112 kontaktieren, Verpackung bereithalten und keine eigenmächtigen Maßnahmen durchführen.