Brutto-Netto-Rechner 2026 | Nettogehalt schnell berechnen

Deutschland · Planungsjahr 2026

Brutto-Netto-Rechner 2026

Wie viel bleibt vom Gehalt übrig? Dieser Rechner zerlegt ein regelmäßiges Bruttogehalt in voraussichtliche Lohnsteuer, Zuschlagsteuern und die vier Sozialversicherungsbeiträge. Die Berechnung eignet sich für eine verständliche Monats- und Jahresplanung bei gesetzlicher Krankenversicherung. Sie ersetzt keine Lohnabrechnung, denn persönliche ELStAM-Merkmale, Einmalzahlungen und Sonderfälle können den tatsächlichen Abzug verändern.

Gehalt und Abzugsmerkmale

Kassenindividuell; 2,9 % ist die amtliche Rechengröße für 2026.

Ihre Gehaltsübersicht

Voraussichtliches Netto pro Monat –
Netto pro Jahr–
Nettoquote–
  • Lohnsteuer–
  • Solidaritätszuschlag–
  • Kirchensteuer–
  • Rentenversicherung–
  • Arbeitslosenversicherung–
  • Krankenversicherung–
  • Pflegeversicherung–
Planungsmodell für einen laufenden Standardlohn in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Vom Bruttolohn zum Nettogehalt: die Rechnung in vier Schritten

Brutto ist der arbeitsvertragliche Betrag vor den Abzügen der beschäftigten Person. Netto ist dagegen der Betrag, der nach Steuern und Arbeitnehmeranteilen zur Sozialversicherung voraussichtlich ausgezahlt wird. Dazwischen liegt keine einzige pauschale „Netto-Formel“. Mehrere Bemessungsgrundlagen, Höchstgrenzen und persönliche Merkmale greifen ineinander. Genau deshalb zeigt der Rechner nicht nur eine Endzahl, sondern jede große Abzugsposition einzeln.

  1. Zeitraum vereinheitlichen: Ein Jahresbrutto wird zunächst auf zwölf gleichmäßige Monate verteilt. Das ist für Planung gut geeignet, bildet aber Weihnachtsgeld, Bonus oder ungleichmäßige Zahlungen nicht wie eine echte Abrechnung ab.
  2. Sozialversicherung deckeln: Kranken- und Pflegeversicherung werden höchstens bis 5.812,50 € Monatsentgelt angesetzt. Für Renten- und Arbeitslosenversicherung gilt 2026 eine monatliche Beitragsbemessungsgrenze von 8.450 €. Einkommen oberhalb einer Grenze erhöht den betreffenden Beitrag nicht weiter.
  3. Steuerliche Bemessung schätzen: Aus dem Jahreslohn werden die modellierten Sozialbeiträge sowie Standardpauschalen abgezogen. Auf das verbleibende zu versteuernde Einkommen wird der Einkommensteuertarif 2026 angewandt. Steuerklasse II berücksichtigt den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende; Klasse III nutzt eine Splitting-Näherung.
  4. Zuschlagsteuern prüfen: Solidaritätszuschlag fällt erst oberhalb der gesetzlichen Freigrenze an und steigt in einer Milderungszone. Kirchensteuer wird nur bei entsprechender Auswahl gerechnet; in Bayern und Baden-Württemberg beträgt der verwendete Satz 8 %, sonst 9 % der modellierten Lohnsteuer.
Wichtig für die Einordnung: Eine Lohnabrechnung folgt dem vollständigen BMF-Programmablaufplan und den elektronisch gespeicherten Lohnsteuermerkmalen. Dieses Werkzeug bildet bewusst einen nachvollziehbaren Standardfall ab. Es eignet sich für Gehaltsgespräche, Teilzeitüberlegungen und Budgetplanung, nicht für die centgenaue Kontrolle eines komplexen Lohnkontos.

Welche Beiträge 2026 vom Gehalt abgehen

Die Sozialversicherung besteht aus vier Zweigen. Der Rechner setzt nur den Arbeitnehmeranteil vom Brutto ab. Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich eigene Anteile; diese sind deshalb weder Teil des Bruttogehalts noch eine weitere Kürzung des angezeigten Nettos. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden der allgemeine Beitragssatz von 14,6 % und der gewählte Zusatzbeitrag grundsätzlich zwischen Arbeitgeber und beschäftigter Person geteilt.

AbzugIm Rechner verwendeter ArbeitnehmeranteilBemessungsgrenze pro MonatBesonderheit
Rentenversicherung9,3 %8.450 €Hälfte des Gesamtbeitrags von 18,6 %.
Arbeitslosenversicherung1,3 %8.450 €Hälfte des Gesamtbeitrags von 2,6 %.
Krankenversicherung7,3 % plus Hälfte des eingegebenen Zusatzbeitrags5.812,50 €Der tatsächliche Zusatzbeitrag hängt von der Krankenkasse ab.
Pflegeversicherungmeist 1,8 %, zuzüglich Kinderlosenzuschlag oder abzüglich Kinderstaffel5.812,50 €In Sachsen liegt der Arbeitnehmeranteil um 0,5 Prozentpunkte höher.

Bei der Pflegeversicherung zählt nicht einfach die Zahl aller Kinder. Der Zuschlag für Kinderlose betrifft grundsätzlich Personen ab 23 Jahren. Eltern zahlen diesen Zuschlag nicht. Ab dem zweiten bis zum fünften berücksichtigungsfähigen Kind unter 25 Jahren sinkt der Arbeitnehmeranteil jeweils um 0,25 Prozentpunkte. Darum fragt der Rechner sowohl nach Kinderlosigkeit als auch nach der Zahl der Kinder unter 25. Wer ein Kind hat, entfernt den Kinderlosenzuschlag, erhält aber noch keinen zusätzlichen Staffelabschlag.

Die Beitragsbemessungsgrenze ist nicht mit der Versicherungspflichtgrenze gleichzusetzen. Erstere deckelt die Beitragshöhe. Letztere entscheidet unter bestimmten Voraussetzungen, ob ein Wechsel aus der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung möglich ist. Dieser Rechner bleibt im Modell der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Bei privater Versicherung gehören individueller Beitrag, Arbeitgeberzuschuss und gegebenenfalls private Pflegepflichtversicherung in eine andere Rechnung.

Steuerklasse, Bundesland und Jahresangabe richtig auswählen

Die Steuerklasse verändert vor allem den laufenden Lohnsteuerabzug. Sie entscheidet nicht endgültig über die Einkommensteuer eines Ehepaars. Bei einer späteren gemeinsamen Veranlagung werden die gemeinsamen Einkünfte und anrechenbaren Abzüge betrachtet. Deshalb können Klasse III und V während des Jahres sehr unterschiedliche Nettobeträge erzeugen, obwohl die Jahressteuer nach der Erklärung neu bestimmt wird. Für einen belastbaren Vergleich zwischen III/V und IV mit Faktor werden beide Einkommen sowie der Faktor benötigt. Das Ein-Einkommen-Modell dieser Seite kann diese Paarrechnung nicht vollständig ersetzen.

Steuerklasse I ist der typische Ausgangspunkt für alleinstehende Beschäftigte. Klasse II kommt bei Alleinerziehenden in Betracht, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt und das Merkmal hinterlegt ist. Klasse IV wird bei Ehepaaren mit ähnlichen Einkommen häufig verwendet. Klasse III kann beim höheren oder alleinigen Einkommen den laufenden Abzug reduzieren. Klasse V führt beim niedrigeren Einkommen zu einem höheren Abzug. Klasse VI gilt regelmäßig für ein zweites oder weiteres Dienstverhältnis und lässt wichtige Freibeträge im laufenden Abzug unberücksichtigt.

Das Bundesland beeinflusst in diesem Rechner zwei Stellen. Kirchensteuer beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 % der Lohnsteuer, in den übrigen Ländern 9 %. Sachsen hat außerdem eine abweichende Aufteilung in der Pflegeversicherung: Beschäftigte tragen einen um 0,5 Prozentpunkte höheren Anteil. Die übrigen großen Sozialversicherungsgrenzen gelten 2026 bundeseinheitlich. Eine Auswahl wie „Brutto Netto Rechner Bayern“, „NRW“, „Berlin“ oder „Hessen“ braucht deshalb keine eigene Inhaltsseite; sie ist ein Zustand desselben deutschen Rechners.

Jahreszahlen in älteren Suchanfragen sind ebenfalls kein Grund für getrennte Rechner. Ein Netto-Rechner 2024 oder 2025 verwendet andere Freibeträge, Tarifformeln und Beitragsgrenzen. Diese Seite rechnet ausdrücklich mit 2026 und datiert die Parameter. Wer eine alte Abrechnung kontrolliert, muss das damalige Regeljahr verwenden. Ein aktueller Rechner darf ältere Suchbegriffe erklären, aber nicht unbemerkt alte Werte mit neuen Grenzen vermischen.

Beispiele und sinnvolle Vergleichsfragen

Gehaltserhöhung nicht nur über die Nettoquote bewerten

Angenommen, ein Monatsbrutto steigt von 4.000 auf 4.300 €. Der Nettobetrag steigt gewöhnlich um weniger als 300 €, weil auf den zusätzlichen Lohn Beiträge und gegebenenfalls ein höherer Grenzsteuersatz wirken. Das bedeutet nicht, dass die Erhöhung „komplett von der Steuer aufgefressen“ wird. Der Grenzsteuersatz betrifft nur den zusätzlichen steuerpflichtigen Teil, nicht rückwirkend das gesamte Einkommen. Für einen sauberen Vergleich rechnen Sie beide Bruttowerte mit identischen Merkmalen und vergleichen die Differenz der Nettowerte.

Teilzeit über Monatsbrutto statt über eine pauschale Nettoquote rechnen

Bei einer Reduzierung von 40 auf 32 Wochenstunden beträgt das neue Brutto bei gleichem Stundenwert häufig 80 % des bisherigen Bruttos. Netto fällt aber nicht zwingend ebenfalls auf 80 %, weil der progressive Steuertarif den niedrigeren steuerpflichtigen Betrag anders behandelt. Geben Sie deshalb das anteilige neue Brutto ein. Bei tariflichen Beschäftigten sollte zuvor geprüft werden, ob Zulagen, Sonderzahlungen oder Entgeltbestandteile ebenfalls proportional sinken.

Stundenlohn auf Monatslohn hochrechnen

Für einen groben Monatswert wird ein Stundenlohn oft mit der regelmäßigen Wochenarbeitszeit und 52 Wochen multipliziert und anschließend durch zwölf geteilt. Bei 20 € und 38 Stunden ergibt das rund 3.293,33 € Monatsbrutto. Diese Hochrechnung passt nur bei durchgehender, gleich vergüteter Arbeitszeit. Unbezahlte Zeiten, Zuschläge, Arbeitszeitkonten und schwankende Stunden müssen separat berücksichtigt werden. Danach kann der ermittelte Monatswert hier als Brutto eingesetzt werden.

Gute Vergleichspraxis: Ändern Sie pro Durchlauf nur eine Annahme — etwa Brutto, Zusatzbeitrag oder Kirchensteuer. So erkennen Sie, welche Eingabe die Differenz verursacht. Ein Gesamtvergleich mit mehreren gleichzeitig geänderten Merkmalen lässt sich schwerer erklären.

Wann das Ergebnis von der echten Abrechnung abweicht

Eine Abweichung ist besonders wahrscheinlich bei Bonus, Weihnachtsgeld, Abfindung, Firmenwagen, Entgeltumwandlung, Sachbezügen, Kurzarbeit, Midijob, Minijob, mehreren Arbeitgebern oder unterjährigem Ein- und Austritt. Auch eingetragene Freibeträge, der Faktor in Steuerklasse IV, Kinderfreibeträge beim Solidaritätszuschlag, private Krankenversicherung und individuelle Versorgungsaufwendungen verändern die amtliche Lohnsteuerrechnung. Für Beschäftigte im Übergangsbereich gelten zudem besondere Beitragsformeln, die hier nicht simuliert werden.

Der Rechner zieht die modellierten Sozialversicherungsbeiträge und Pauschbeträge vom Jahreslohn ab und wendet anschließend den Einkommensteuertarif an. Eine echte monatliche Lohnabrechnung arbeitet mit dem BMF-Programmablaufplan, Cent- und Euro-Zwischenschritten und den konkreten ELStAM. Die hier gezeigte Lohnsteuer ist daher eine verständliche Jahresnäherung. Für Steuerklasse V wird eine erhöhte, für VI eine pauschalenärmere Belastung modelliert; beide Fälle sollten mit dem amtlichen Rechner oder einer professionellen Abrechnung gegengeprüft werden.

Auch die Hochrechnung „Monat mal zwölf“ ist eine Annahme. Sie ist nützlich, wenn zwölf gleiche laufende Monatslöhne geplant werden. Sie kann die Steuer auf sonstige Bezüge nicht nachbilden. Jahressonderzahlungen werden im Lohnsteuerverfahren anders ermittelt, weil der voraussichtliche Jahresarbeitslohn vor und nach dem sonstigen Bezug verglichen wird. Wer eine einzelne Abrechnung prüfen möchte, sollte deshalb laufenden Bezug und Sonderbezug getrennt betrachten.

Häufige Fragen zum Brutto-Netto-Rechner

Ist das Ergebnis für 2026 centgenau?

Nein. Sozialversicherungsbeiträge für den gewählten Standardfall werden mit den veröffentlichten Sätzen und Grenzen gerechnet. Die Lohnsteuer ist eine nachvollziehbare Jahresnäherung mit dem Tarif 2026. Eine centgenaue Lohnabrechnung benötigt den vollständigen Programmablaufplan, sämtliche ELStAM, konkrete Abrechnungszeiträume und gegebenenfalls Sonderbezüge. Nutzen Sie das Ergebnis als Planungswert und prüfen Sie komplexe Fälle mit der Lohnbuchhaltung oder dem amtlichen Steuerrechner.

Warum ist mein Zusatzbeitrag bei der Krankenkasse höher als 2,9 %?

2,9 % ist die für 2026 bekannt gegebene durchschnittliche Rechengröße, nicht der verbindliche Satz jeder Krankenkasse. Jede Kasse setzt ihren Zusatzbeitrag innerhalb der gesetzlichen Regeln selbst fest und kann ihn ändern. Tragen Sie den Satz Ihrer Kasse ein. Der Rechner berücksichtigt davon den üblichen hälftigen Arbeitnehmeranteil.

Was ändert ein Kind beim Nettogehalt?

In diesem Modell wirkt ein Kind unmittelbar auf die Pflegeversicherung: Der Kinderlosenzuschlag entfällt. Ab dem zweiten bis fünften Kind unter 25 sinkt der Arbeitnehmeranteil zusätzlich. Kindergeld wird nicht als Lohn ausgezahlt und deshalb nicht zum Netto addiert. Kinderfreibeträge beeinflussen beim laufenden Abzug vor allem Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer; die abschließende steuerliche Wirkung hängt vom Familienleistungsausgleich ab.

Warum zeigt Steuerklasse III ein anderes Netto als IV?

Die Klassen verteilen den laufenden Steuerabzug unterschiedlich. Klasse III unterstellt typischerweise eine Paar-Konstellation mit höherem oder einzigem Einkommen und kann den monatlichen Abzug senken. Die endgültige gemeinsame Einkommensteuer entsteht erst aus beiden Einkommen in der Veranlagung. Ein höheres Monatsnetto in Klasse III ist daher nicht automatisch eine niedrigere endgültige Jahressteuer.

Kann ich vom Netto zurück auf das notwendige Brutto rechnen?

Nicht mit einer einzigen Division, weil Steuertarif, Beitragsgrenzen und Zuschläge stufenweise wirken. Nähern Sie sich praktisch, indem Sie das Brutto schrittweise verändern, bis das Zielnetto erreicht ist. Für Vertragsverhandlungen sollte zusätzlich geklärt werden, ob variable Vergütung, betriebliche Altersvorsorge oder geldwerte Vorteile enthalten sind.

Ist ein höheres Brutto oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze beitragsfrei?

Nur der über der jeweiligen Grenze liegende Teil erhöht den betreffenden Sozialbeitrag nicht weiter. Kranken- und Pflegeversicherung haben eine andere Grenze als Renten- und Arbeitslosenversicherung. Einkommensteuer kann auf zusätzliches steuerpflichtiges Einkommen weiterhin steigen. „Oberhalb der Grenze“ bedeutet daher nicht, dass der Mehrverdienst insgesamt abgabenfrei wäre.

References

Rechenstand: Juli 2026. Die verlinkten Primärquellen sind maßgeblich, wenn sich gesetzliche Werte oder Auslegungshinweise ändern.

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